
Kronen Zeitung
„KRONE“-KOLUMNE
Trainerwechsel reicht bei Red Bull Salzburg nicht
Mit einer enttäuschenden Leistung verpasste Red Bull Salzburg den Einzug ins Finale des ÖFB-Cups. Die verdiente Niederlage gegen Altach holt die Bullen und Trainer Daniel Beichler auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch, weil es Pfiffe hagelte.
Das 0:1 gegen Altach reiht sich nahtlos in eine Reihe von blamablen Heimniederlagen der Bullen im Halbfinale des ÖFB-Cups ein. Unter Giovanni Trapattoni verlor Salzburg 2007 mit 2:3 gegen Mattersburg. 2013 scheiterte Roger Schmidt mit seiner Truppe sogar am Drittligisten Pasching. Am Mittwoch folgte die Niederlage gegen die Vorarlberger, die – bei allem Respekt – immer noch als klarer Außenseiter in die Bullen-Arena gefahren waren. Am Ende zogen Patrick Greil und Co. auch völlig verdient ins Finale ein.
Pfiffe für Red Bull Salzburg
Daniel Beichler hat in seiner Amtszeit damit schon im dritten Spiel einen enormen Dämpfer erlitten. Mit einem fulminanten 5:1-Sieg gegen den LASK war der Steirer in seine Amtszeit gestartet und darauf von Lobeshymnen überschüttet worden. Zehn Tage später sieht die Lage völlig anders aus, der Anfangselan unter dem 37-Jährigen scheint fürs Erste verpufft zu sein. Das zeigt auch die Tatsache, dass die Zuschauer den amtierenden Tabellenführer schon zur Halbzeit auspfiffen. „Verständlich, aber nicht förderlich“, befand der Salzburg-Trainer.
Was glasklar ist? Beichler wird Zeit brauchen, um etwas bei den Bullen zu bewirken. Die vergangenen 180 Minuten gegen Hartberg und Altach, in denen kein Tor gelang, sind aber ein weiteres Indiz: Mit dem Trainerwechsel allein wird es nicht getan sein, um das entglittene Salzburger Erfolgsruder herumzureißen.
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Bild: Andreas Tröster















